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| RFID für Spionage-Zwecke? | | Drucken | |
| Donnerstag, 11.01.2007 | ||||||||
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Laut einem Bericht des militärischen Geheimdienstes der USA für Gegenspionage kommen RFID-Technologien (Radio Frequency Identification) vermutlich sogar schon im Umfeld von Spionage-Aktivitäten zum Einsatz. In mindestens 3 Fällen sollen Kontraktoren des US-Militärs kanadische Münzen in ihrem Besitz entdeckt haben, die "Radio Transmitter" enthielten. Dass es sich dabei tatsächlich um RFID-Chips handelte, die ohne eigene Stromquelle auskommen, ist zwar nicht gesichert. Doch die kanadischen CBC News vermuten aufgrund von Expertenbefragungen, dass dies die wahrscheinlichste Erklärung der Beobachtungen ist. Wobei CBC gleichzeitig einräumt, dass diese Art der Beobachtung eher ineffizient ist. Denn die Gefahr, dass ein derart verwanzter Vertragsnehmer mit seiner Münze beispielsweise ein Getränk aus einem Automaten zieht, ist sehr hoch. Außerdem wäre es auch bei einer eigenen Stromversorgung des Chips notwendig, den Beobachteten ständig zu verfolgen, da die Reichweite insbesondere bei einem RFID-Chip sehr gering wäre. Diese Beobachtung durch einen ständigen Begleiter würde aber den Einsatz der Chips überflüssig machen. Daher wird vermutet, dass die verwanzten Münzen nur für den Einsatz in einem speziellen, situationalen Zusammenhang gedacht sind. Oder, dass es sich um Feldtests der Dienste mit Prototypen handelt. Die ertappten Schlapphüte setzten ansonsten oft auf altbekannte Maßnahmen, wie der von der "Federation of American Scientist" veröffentlichte Bericht (PDF) des militärischen Geheimdienstes zeigt. Eine typische Vorgehensweise ist es beispielsweisweise nach wie vor, sich mit einer Kamera in einem benachbarten Bürogebäude zu platzieren, um dann die Bildschirminhalte in den überwachten Büros zu fotografieren. Sehr beliebt sind ansonsten auch weiterhin Methoden des "social Engineering", wie etwa das Beispiel eines Übersetzers, der von einer Frau dazu "verführt" wurde, das Password für seinen ansonsten nicht geheimen Netzwerk-Zugang zu geben. Später zeigte sich, dass das gesamte System mit Viren eines ausländischen Nachrichtendienstes verseucht war.
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