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| Yahoo Pipes | | Drucken | |
| Freitag, 09.02.2007 | ||||||||
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Für überzeugte RSS-Nutzer ist es an der Zeit, ihr Yahoo-Konto zu reaktivieren beziehungsweise erstmals ein solches anzulegen. Denn was der Google-Konkurrent gestern vorgestellt hat, ist beeindruckend. Mit Hilfe des neuen Angebotes "Pipes" wird es möglich, unterschiedliche RSS-Feeds zusammenzuführen, sie in einem Feed-URL zusammenzufassen. Noch ruckelt das ganze System beträchtlich und war gestern sogar lange Zeit gar nicht erreichbar. Auch die Benutzerführung wendet sich bisher noch eindeutig an ein Publikum, das technischen Themen eher zugewandt ist. Dafür ist das Echo gerade aus diesem Lager auch enorm positiv. Tim O'Reilly, Gründer des gleichnamigen Computer-Verlags, bezeichnete Pipes sogar schon als "Meilenstein in der Geschichte des Internet". Und Matt Cutts, die Stimme Googles, wenn die Suchmaschine zum kleinen Mann spricht, kann sich immerhin noch ein "nice Stuff" abringen. Doch auch er erkennt sofort sehr praktische Anwendungen, wie etwa die Kombination der RSS-Outputs von Kalendarien verschiedener Personen, die dann mit einem einzigen RSS-URL abrufbar sind. Hinsichtlich der Anwendungsbereiche dürfte man bei der Benutzung der Pipes ohnehin noch einige Überraschungen erleben. Denkbar ist es beispielsweise, themen-spezifische News-Feeds über verschiedene Medien und Aggregatoren hinweg ui erstellen. Oder, verschiedene eBay-Artikel incl. Preisgrenzen in einem einzigen Feed zu beobachten. Oder, - Achtung Eigenwerbung - Dutzende von Suchaufträgen für das Fernsehprogramm bei TV.intern.de zu kombinieren. Eine andere sehr interessante Anwendung besteht darin, Feeds dieser Art zu erstellen, um diese Feeds wiederum anderen zur Verfügung zu stellen. Genau so, wie es jetzt schon auf der Startseite von Pipes zu sehen ist. Aus RSS-Verzeichnissen könnten so Sammlungen von Meta-Feeds entstehen. Das Problem, dabei von Dubletten erschlagen zu werden, wird von Yahoo erfolgreich ausgemerzt. Der entstehende Feed wird auf Doppler untersucht und bereinigt. Und selbst die Reihenfolge der Ergebnisse wählt der Anwender nach eigenem Gusto. Kurz: Eine Einarbeitung bei Pipes ist sicher etwas aufwändiger als die bloße Übernahme von Feeds per Drag&Drop. Doch das Potential, das Pipes bieten kann, scheint beträchtlich. Die Mühe dürfte sich also lohnen.
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