|
||||
| Google kauft DoubleClick | | Drucken | |
| Samstag, 14.04.2007 | ||||||||
|
Am Freitag abend nach Börsenschluss gab Google die Übernahme von DoubleClick bekannt. 3,1 Milliarden Dollar wird die Suchmaschine für den führenden Werbedienstleister zahlen und der Suchmaschinen-Experte gelobt feierlich, sein Posting auszudrucken und zu essen, in dem er diese Übernahme für unmöglich erklärte. Der Kaufpreis ist allerdings im Vergleich zum geschätzten Marktwert DoubleClicks von 2 Milliarden erstaunlich hoch. Man kann annehmen, dass dieser Preis tatsächlich das Ergebnis eines Wettbietens mit anderen Interessenten war - also mutmaßlich mit Microsoft. Doch Google hat sich auch beim Kauf von YouTube nicht kleinlich gezeigt und mit 11 Milliarden Dollar frei verfügbarem Geld fällt es wohl leicht, solche Entscheidungen zu treffen. Bleibt allerdings die Frage, was Google nun mit einem Unternehmen anstellt, das in früheren Zeiten von Datenschützern misstrauisch beäugt wurde, weil es beispielsweise in großem Umfang Cookies benutzt haben soll, um die Rezipienten von Werbung über verschiedenste Auftritte hinweg zu verfolgen. Was Google heute als kontext-bezogene Werbeeinblendungen aus Suchen und Mail-Inhalten (Google Mail) ableitet, generierte DoubleClick aus den Daten der besuchten Sites. Und angeblich auch aus den Formulareingaben der Anwender, die DoubleClick nicht nur erfasst, sondern auch noch mit den Daten der gigantischen Offline-Datenbank Abacus Direct abgeglichen haben soll. Doch das ist lange her und bei der Übernahme von DoubleClick im Jahre 2005 durch das Finanzunternehmen Hellman & Friedman wurden beide Unternehmen wieder voneinander getrennt. Was DoubleClick damit bleibt, ist zunächst einmal ein beachtlicher Kundenstamm, der die Werbedienstleistungen des Unternehmens in Anspruch nimmt. Was bleibt, ist vermutlich auch ein gewaltiger Datenberg, den DoubleClick im Laufe der Jahre gesammelt hat. Und es bleibt ein Technologie-Gemenge, das in der Vergangenheit zur aggressiven Verbreitung von Werbeinhalten genutzt wurde. Die von Double Click unter anderem eingesetzten Pop-Ups und Pop-Under sind aus heutiger Sicht fast schon als unaufdringliche Werbeformen zu bezeichnen, weil sie am einfachsten zu filtern sind. Doch das Unternehmen hat auch andere Methoden parat. Und gegen solche Methoden hat sich Google in der Vergangenheit eigentlich immer ausgesprochen. Nun ist die Suchmaschine aber selbst im Beistz dieser Werbeschleuder und eines Kundenstamms, das solche Methoden schätzt. Auf den weiteren Fortgang dieser Firmenübernahme darf man also gespannt sein.
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
||||||||
| < neuere Beiträge | ältere Beiträge > |
|---|


