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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Google unterstützt Zensur weiter PDF  | Drucken |
Freitag, 11.05.2007

Die von der New Yorker Pensionsverwaltung formulierte Forderung nach einer Selbstverpflichtung Googles, Zensur in Ländern wie China nicht mehr aktiv zu unterstützen, wurde auf dem heutigen Shareholder-Treffen von den anwesenden Investoren abgelehnt.

Zuvor hatte David Drummond, der "Senior Vice President for Corporate Development" der Suchmaschine, unverblümt erklärt, dass diese Forderung den Betrieb von Google China unmöglich machen würde. Und sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen, wäre nach Ansicht Googles jetzt einfach nicht das Richtige.

Womit er wahrscheinlich die geschäftliche Seite der Entscheidung meint, denn in China versuchen derzeit auch andere US-Unternehmen Fuß zu fassen. Das aber geht nur mit Unterstützung der Machthaber und deren Forderung besteht nun einmal darin, Informationskontrolle auszuüben, um "das Geistesleben in politischer, sittlicher oder religiöser Hinsicht zu kontrollieren". Nur wer mit den Machthabern kooperiert, darf in China operieren.

Allerdings war der Vorschlag aus New York so formuliert, dass auch andere Suchmaschinen beziehungsweise Informationsanbieter sich davon angesprochen fühlen könnten. Und auch die US-Politik hat in den letzten Monaten immer häufiger gefordert, dass US-Unternehmen sich demokratischen Zielen verpflichtet fühlen sollten und autoritäre Systeme nicht passiv unterstützen dürfen.

Google hätte also eine positive Vorreiterrolle einnehmen können.

Doch bei einer Aktionärsversammlung geht es um Geschäfte und nicht um hehre aber unprofitable Ziele. Von daher ist die Entscheidung sowohl der Suchmaschine als auch der Anteilseigner nachvollziehbar. Nur scheint es dann gegenüber Investoren und Benutzern fair, sich allmählich von hohlen Phrasen zu verabschieden. Wer "nichts Böses" tut, unterstützt auch nicht die Verletzung von Menschenrechten.

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