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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Text-Rechteinhaber machen Druck PDF  | Drucken |
Freitag, 17.08.2007

Der US-Marktforscher Knowledge Networks zahlte in einem Vergleich auf "freundschaftlicher" Basis 300.000 Dollar an die Software & Information Industry Association (SIIA).

Der Verband, dem unter anderem auch Associated Press (AP), Reed Elsevier und United Press International (UPI) angehören, sieht dies als ersten Erfolg eines gerade erst gestarteten Anti-Piraterie-Programms. Teil dieses Programms ist es, Belohnungen an "Informanten" von Urheberrechtsverstößen zu zahlen, wobei SIIA "Rewards" von bis zu 1 Million Dollar auslobt.

Im Fall von Knowledge Networks erhielt der Tippgeber immerhin 6.000 Dollar. Wobei nicht auszuschließen ist, dass diese Person selbst Mitarbeiter des genannten Unternehmens war. Denn der Verteiler, über den die Marketing-Abteilung des Marktforschers Zeitungsartikel und andere kopierte Presseberichte verbreitete, umfasste nur einige Angestellte.

Nach diesem ersten Erfolg des Piraterie-Programms wird man nun damit rechnen müssen, dass in den kommenden Monaten weitere Vergleiche dieser Art zustande kommen. Denn während sich im Bereich der Unterhaltung (Musik, Filme) inzwischen eine gewisse Vorsicht eingestellt hat, werden Pressetexte oft noch als unproblematisch betrachtet.

Zwar sind in Deutschland inzwischen  Serien-Abmahner auf die Idee gekommen, Textübernahmen (z.B. von Kochrezepten) im WWW zu verfolgen. Doch das Kopieren von Web-Artikeln für interne Mails wird meist nicht hinterfragt. Und das scheint den Rechteinhabern der SIAA ein Dorn im Auge.

Man wird also beispielsweise damit rechnen müssen, dass bald auch US-Blogs rechtliche Drohungen erhalten werden. Denn dort ist das "Copy & Paste" von kompletten Artikeln häufiger zu beobachten. Für diese Form des Missbrauchs hat SIIA sogar eine eigene Meldestelle eingerichtet, auf der sogar explizit nach Urheberrechtsverletzungen in Online-Auktionen und password-geschützten FTP-Servern gefragt wird. Eine andere Meldestelle kann von innerbetrieblichen Denunzianten genutzt werden.

Mit der bisherigen Lässigkeit im Umgang mit Texten dürfte es daher auch in den USA bald vorbei sein. Auch wenn die ersten Reaktionen auf die aktuellen Ereignisse im Slashdot-Forum noch für Belustigung sorgen. Denn dort wird als erstes Posting der Text der Nachricht im Volltext übernommen, was von den Administratoren als "funny" eingestuft wird. Doch wie viele Slashdot-Leser inzwischen "aus Spaß" das SIIA-Formular ausgefüllt haben?

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