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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Forschungs-Bots im Zweiten Leben PDF  | Drucken |
Mittwoch, 07.11.2007

Besucher von Second Life sollten sich künftig nicht wundern, wenn sich ihnen leicht besäuselt erscheinende Avatars nähern, sie ansprechen und dann einfach nur ruhig beobachtend verharren. Diese Avatars sind möglicherweise Teil eines neuen experimentellen Verfahrens, das von britischen Wissenschaftlern vom University College in London entwickelt wurde, und das nun auch im Interdiszplinären Forschungszentrum in Herzliya zum Einsatz kommt.

Bei der vor zwei Monaten in Athen bei der 7. internationalen Konferenz für "Intelligent Virtual Agents" erstmals vorgestellten Methode machen es sich die Wissenschaftler zunutze, dass zwar die Avatars in Second Life nicht automatisiert gesteuert werden können, wohl aber Objekte. So haben sie ihre "Experimentalpersonen" mit einem Ring ausgestattet, der Code in der Script-Sprache von Linden Lab ausführen kann.

Der Ring "schleppt" die Avatars von Experiment zu Experiment, was die merkwürdigen Bewegungen verursacht. Das Verfahren hat - wie die Wissenschaftler eingestehen - den Vorteil, dass die Forscher am Strand liegen können, während die Kunstfiguren Daten erheben.

Diese ziehen in den bisherigen Experimenten los, bis sie einen anderen, isoliert stehenden Avatar finden und platzieren sich dann in einem Abstand, der in der echten Welt etwa 4 Metern entsprechen würde. Dann sprechen sie den fremden Avatar mit einem freundlichen Spruch namentlich an und nähern sich dann auf eine Entfernung, die in den meisten Kulturkreisen als "zu nah" (< 1m) interpretiert wird. Die Avatars "beobachten" dann, wie häufig die derart bedrängten Personen flüchten, auf den Gruß antworten, oder in einer anderen Form reagieren.

Viel interessanter als die Ergebnisse dieser "Annäherungen in dyadischen Interaktionen" scheint allerdings die trickreiche Methode der Forscher selbst. Diese wurde eigentlich entwickelt, um eventuell störende Nebenwirkungen beim Einsatz studentischer Hilfskräfte auszuschließen und um ethischen Normen gerecht zu werden.

Doch diese ethischen Bedenken werden kommerziell interessierte Nachahmer sicher nicht haben. Man kann sich also darauf vorbereiten, dass Second Life schon bald mit einer Vielzahl von Drohnen bevölkert sein wird, die jeden Passanten mit ihren Werbebotschaft oder ihren weltanschaulichen Problemen belabern werden. Schöne neue zweite Welt.  

 

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