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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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"Die kopieren das ganze Internet" PDF  | Drucken |
Donnerstag, 08.11.2007

Im Zusammenhang mit dem geplanten Immunisierungsgesetz der USA für Telefongesellschaften und Internet Provider, die sich an rechtswidrigen staatlichen Überwachungsmaßnahmen beteiligt haben, rührt ein einzelner Mann zur Zeit in Washington kräftig die Trommel: Mark Klein, heute 62, war in den vergangenen Jahren Techniker mit Management-Funktionen bei AT&T.  Er hat die Abhörmaßnahmen des Nachrichtendienstes NSA unmittelbar beobachten können und macht seine Erfahrungen nun öffentlich.

Eine Entlassung oder andere Konsequenzen von Seiten AT&T muss er nicht mehr fürchten, denn er ist seit 2004 nicht mehr im Dienst. Doch bereits im Sommer 2002 empfing er erstmals einen Vertreter der "National Security Agency". Und schon innerhalb des folgenden Jahres wurde ihm zunächst anhand von Firmenunterlagen klar, dass sich die Behörde Zugang zu "massiven Mengen an Mails, Suchen und andere Internet-Aufzeichnungen von mehr als einem Dutzend globaler und regionaler Telekommunikationsunternehmen" verschafft hatte.

Doch nicht nur das: Klein räumt auch mit Schutzbehauptungen auf. So etwa mit jener, dass es bei den Abhörmaßnahmen immer nur um Gespräche und andere Kommunikationsvorgänge mit Auslandsbezug gegangen sei. Mit diesem Argument hatte die US-Regierung beziehungsweise das US-Justizministerium versucht, die Lauschaktionen zu legitimieren. Denn nur ein Belauschen der Kommunikation von US-Bürgern ist rechtswidrig.

Laut Klein wurde jedoch bei der Datensammlung in keinster Weise selektiert. Mit der Unterstützung von AT&T wurde "wie mit einem Staubsauger" die Internet- und telefonische Kommunikation gewöhnlicher US-Bürger aufgesogen. Dazu wurde beispielsweise bei AT&T ein Raum eingerichtet, in dem alle Internet-Daten von AT&T sowie der Peering-Links zu anderen großen Providern abgefangen wurden. Bei den wichtigsten dieser Peering-Schnittstellen zu anderen Netzen spricht er von einem Datendurchsatz von 2,5 Gigabit pro Sekunde.

Der Raum, der dazu eingerichtet worden war, befand sich in einem anderen Gebäude als Kleins Arbeitsplatz. Doch bei einem Besuch dort ließ er sich von einem ebenfalls ausscheidenden Mitarbeiter die Schaltpläne zeigen und erkannte, dass alle Datenströme des Internet Exchange Punktes im Raum über diesem "secret room" von der NSA angezapft worden waren.

Das bedeutet laut Klein, dass NSA die Datenpakete von unter anderem Global Crossing, UUNet, Level 3 Sprint und Qwest aufsaugte. Außerdem sollen alle Daten der großen Austauschpunkte MAE-West und Palo Alto Internet Exchange (PAIX) betroffen gewesen sein. Damit dürfte auch ein beträchtlicher Teil der internationalen Internet-Daten beteiligt sein.

Klein dazu im Wortlaut: "Ich flippte aus (...) Die kopieren das ganze Internet. Da gab es keine Auswahl. Vielleicht selektierten sie später, doch am Punkt der Übergabe an die Regierung bekamen sie alles".

Der Netzwerkbetreiber Qwest, dessen Daten demnach auch gesammelt wurden, hat sich nach eigenen Angaben einer Datenweitergabe verschlossen. Somit wären bei AT&T auch Daten ohne Zustimmung einzelner Provider gesammelt worden. Die von NSA erhobenen Daten scheinen dabei laut Klein übrigens auch schon vor Ort analysiert worden zu sein. Denn wie er einem weiteren Dokument entnehmen konnte, wurde in dem geheimen Raum auch Vorrichtungen zur semantischen Traffic-Analyse des Herstellers Narus installiert.

Somit wird es wahrscheinlich, dass die von Präsident Bush angeordneten Maßnahmen eine Inhaltsanalyse von Teilen oder auch des gesamten Internet-Datenverkehrs betrafen.

Bush war es übrigens auch, der Klein zu seinem jetzigen Auftreten in der US-Hauptstadt veranlasste. Denn dieser verteidigte die NSA-Maßnahmen öffentlich damit, dass es dabei ausschließlich um Telefongespräche zwischen vermutlichen Terroristen im Ausland mit inländischen Anschlüssen ging. Doch das entspricht laut Klein nicht der Wahrheit. Das Ausmaß der Lauschaktionen war viel größer. Und das will Klein nun den Kongress-Abgeordneten vermitteln.

 

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