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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
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Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Zeitungsverband droht Google/Yahoo PDF  | Drucken |
Montag, 15.09.2008

Die "World Association of Newspapers" (WAN), eine Art Dachverband der Zeitungsverbände weltweit, hat das US-Justizministerium, die kanadische Wettbewerbsaufsicht, als auch die Europäische Kommission dazu aufgefordert, die von Google und Yahoo beabsichtigte Werbe-Kooperation zu unterbinden.

An der Mitteilung überrascht zunächst, dass die Europäischen Wettbewerbshüter zu einer Untersuchung der Kooperation aufgefordert werden. Denn die Vereinbarung zwischen Google und Yahoo ist auf Nordamerika beschränkt. Nur dort sollen Google-Anzeigen auf Yahoo-Sites erscheinen und Yahoo an den Einnahmen Googles beteiligt werden.

Doch die Argumentation des Verbandes, der weltweit 18.000 Zeitungen repräsentiert, geht weiter. Laut WAN sind etliche europäische Mitglieder des Verbands in den USA aktiv und werden durch "jedes Wettbewerbs schädigende Verhalten dort" unmittelbar geschädigt. Außerdem reduziere der Deal für Yahoo den Ansporn, mit Google weiterhin zu kooperieren. Da beide Suchmaschinen zusammen mit 95% das Anzeigengeschäft im Umfeld der Internet-Suche dominieren, wären sie auch in der Lage, die allgemeinen Rahmenbedingungen (der Online-Werbung) in Europa zu beeinflussen.

Viel gewichtiger scheint allerdings ein anderes Argument des Verbands. Google und Yahoo waren demnach bisher die beiden führenden Lieferanten von "Content Ads" und "syndicated Search Ads" für News-Angebote im Internet. Gemeint sind damit beispielsweise die von Google gebotenen Möglichkeiten der kontext-sensitiven Adsense-Anzeigen sowie der (unter anderem) im Rahmen des Adsense-Programms vermarkteten Suchfunktionen für Nachrichtenseiten.

Beide Suchmaschinen standen in diesem Bereich bisher im Wettbewerb und lieferten so - aus Sicht der Zeitungen - die jeweils besten Vertragsbedingungen. Doch mit dem neuen Deal würden die Wettbewerbsmöglichkeiten von Yahoo "fatal" geschwächt. Denn Google werde zunehmend die Werbepartner an sich binden, weil sie dort günstigere Werbeangebote als bei Yahoo erhalten.

Yahoo bekommt im Gegenzug zwar Millionen Dollar von Google. Doch das eigene Anzeigenvolumen geht zurück. Davon sei dann wiederum das Werbenetzwerk von Yahoo betroffen, das seinen Partner-Sites weniger Anzeigen und damit geringere Einnahmen bringt. Wobei das Problem durch ein Verbot verschärft wird, das nach Meinung des Verbands die wahren Intentionen Googles aufdeckt: Google hat es Yahoo im Rahmen des Deals angeblich untersagt, die von Google gelieferten Anzeigen im Rahmen des eigenen Netzwerks zu vermarkten.

Damit gerieten die Nachrichtenseiten zwangsläufig in die Situation, das Yahoo-Netzwerk aufzugeben, weil die Teilnahme dort immer weniger bringt und zu Partnern von Google zu werden.

Ein durchaus schlüssiges Argument, das allerdings der Europäischen Kommission immer noch keine direkte Mitsprache bei dem Deal der beiden US-Unternehmen gibt. Doch WAN kann noch mit etwas Anderem trumpfen, wenn es auf das eigene "Automated Content Access Protocol" (ACAP) hinweist.

Dieses im vergangenen Jahr vorgestellte Verfahren gibt den Verlagen größere Kontrolle über die Nutzung ihrer Zeitungsinhalte durch die Suchmaschinen. Eine Art Digital Rights Management für das WWW also, das die unerwünschte Zweitverwertung verhindern soll.

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt ist ein Hinweis auf das ACAP-Verfahren durchaus als Drohung zu verstehen. Denn wenn Google den Zeitungen das Geschäft mit der Online-Werbung verdirbt, könnten die Rechteinhaber den Spieß umdrehen und Google den Zugang zu den Zeitungsinhalten erschweren. Das ist wohl eine größere Drohung als die Bitte an die Kartellhüter um Unterstützung.


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