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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Deutsches Knol PDF  | Drucken |
Donnerstag, 30.10.2008

Google gibt in einer Pressemitteilung den Start einer deutschen Version der "Wissensplattform 'Knol'" bekannt. Auch in Frankreich und Italien wurden laut techCrunch "in aller Stille" Knol-Ableger veröffentlicht. Die Suchmaschine scheint entschlossen, die "monetisierbare Wikipedia" einzuführen, auch wenn die bisherige Resonanz auf dieses Projekt bestenfalls lauwarm war.

Tatsächlich scheinen die Artikel beziehungsweise "Knols" häufig nur Kopien von Wikipedia-Beiträgen zu sein, oder die Autoren entlehnen große Teile ihrer Texte bei Wikipedia. Die Verlockung dazu ist groß, weil Google eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen in Aussicht stellt. Und es ist leicht, die Texte der Wikipedia zu übernehmen, da es bisher keine rechtlichen Schritte gegen solche Übernahmen gab.

Obwohl die rechtliche Situation einer solchen Übernahme durchaus kritisch ist, wie ausgerechnet der Knol eines Wikipedia-Autors zeigen kann. Allerdings wäre es wahrscheinlich schwierig, für den deutschen Urheber eines Wikipedia-Artikels, eine Verletzung seiner Urheberrechte durch einen Knol-Autor nachzuweisen. Zunächst einmal müsste er seinen eigenen Rechtsanspruch belegen können und nachweisen, der alleinige beziehungsweise hauptsächliche Autor eines Wikipedia-Artikels zu sein. Dann müsste er den Autor des unter knol.google.com abgelegten Artikels ausfindig machen. Was vermutlich eine Subpoena (Verfügung) eines US-Gerichts erforderlich macht, solange keine ladungsfähige Adresse angegeben wird.

Kopien von Wikipedia-Artikel sind unter diesen Bedingungen wohl kaum zu verhindern, wenn Google nicht selbst aktiv wird. Das geschieht bisher aber nur eingeschränkt. Google überprüft zwar Ähnlichkeiten zwischen Knol und Wikipedia. Doch das endet meist mit der Angabe im Knol-Artikel, dass mutmaßlich ein bestimmter, prozentualer Anteil des Knol von Wikipedia übernommen wurde.

Für Wikipedia ist das bislang vermutlich kein Problem, solange Wikipedia-Artikel wie bisher oft in Spitzenpositionen bei den Google-Ergebnissen ausgegeben werden. Kritisch wird es aber vermutlich dann, wenn Knol diese Rolle bei Google übernehmen sollte und die Suchmaschine vornehmlich Knols als Top-Ergebnisse liefert. Das würde Googles Werbeinnahmen zwar erhöhen, aber die Qualität der Ergebnisse in Frage stellen. Was Google wohl wichtiger ist?


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Andreas Kemper   |01.01.70 01:00:00
Der wandernde Content von Wikipedia zu Knol könnte vor allem dann zu einem
\\\"gold rush\\\" werden, wenn die
Lizensierung von Wikipedia GFDL und Knols CC-by-SA kompatibel werden, was dieses
Jahr noch geschehen soll. Knol hat in den letzten Tagen die
Lizensierungsmöglichkeiten von Knol-Artikel um CC-by-SA ergänzt. Ob das
Kopieren von Wikipedia-Artikel dann rechtlich möglich ist, bleicht umstritten.
Aber wo kein Kläger, da keine Klage.
Wolfgang  - Makro-Sicht   |01.01.70 01:00:00
mal von der Durchsetzbarkeit von Rechtsanspruechen abgesehen. Ich finde es schon
sehr kritisch, dass hier absehbar nur von einer Wanderung in eine Richtung die
Rede sein kann. Das macht das Knol-Modell IMO sehr durchsichtig.
Andreas Kemper   |01.01.70 01:00:00
Stimmt. Google könnte deutlich mehr Engagement zeigen, um das Plagiieren von
Wikipedia-Artikeln zu verhindern.

Allerdings ist gerade beim
deutschsprachigen Wikipedia einiges im Argen. Bislang waren sie konkurrenzlos,
was bei einigen Admins zu einem sehr arroganten Verhalten gegen
Wikipedia-Autoren geführt hat (\\\"jeder hat das Recht zu
gehen\\\", \\\"Wikipedia ist keine
Demokratie\\\", \\\"Wikipedia ist kein
Mädchenpensionat\\\"). Für viele Wikipedia-AutorInnen stellt
sich Wikipedia als Adminpedia dar. Aufgrund der konkurrenzlosen Bequemlichkeit
ist Wikipedia zu einem Brontopedia mutiert: eine Unzahl an Masse von Artikeln,
aber kein Raum, darüber nachzudenken, wie Wikipedia weitermachen möchte. Ein
dumpf vor sich hinstampfender Dinosaurier, von dem zu hoffen ist, dass er duch
Knol wachgerüttelt wird und sich Gedanken über Autorenfreundlichkeit macht.

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