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Kurz notiert
Schlichtung im Fall der Schnüffel-Notebooks

Das Verfahren des Schülers aus Pennsylvania, der gegen seine Schule wegen der heimlichen Überwachung via Webcam geklagt hatte, wird möglicherweise im Rahmen einer Schlichtung eingestellt. Die Anwälte beider Seiten haben sich auf einen Aufschub um einen Monat geeinigt. Es scheint außerdem auf beiden Seiten Interesse an einer schnellen und nicht zu teuren Lösung zu bestehen. Im Fall einer Schlichtung muss man davon ausgehen, dass die wahren Hintergründe der Überwachung nie öffentlich gemacht werden.

 

 
Kostenloser Zugang?

Mignon L. Clyburn, eine der fünf "Commissioner" der US-Rundfunkaufsicht FCC hat während einer Rede (PDF-Dokument) Pläne der Behörde erwähnt, einen Teil des Funk-Spektrums für eine Art Sozial-WiFi zu benutzen: Drahtloser Breitbandzugang, der entweder kostenlos sein wird oder zu sehr geringen Kosten verfügbar ist. Zu hohe Erwartungen sollte man an diese Aussage aber nicht richten, denn die FCC wäre nur in der Lage, die technischen bzw. rechtlichen Voraussetzungen für ein solches Angebot zu schaffen. Für die Finanzierung müssten andere aufkommen.

 

 

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Deutsches Knol PDF  | Drucken |
Donnerstag, 30.10.2008

Google gibt in einer Pressemitteilung den Start einer deutschen Version der "Wissensplattform 'Knol'" bekannt. Auch in Frankreich und Italien wurden laut techCrunch "in aller Stille" Knol-Ableger veröffentlicht. Die Suchmaschine scheint entschlossen, die "monetisierbare Wikipedia" einzuführen, auch wenn die bisherige Resonanz auf dieses Projekt bestenfalls lauwarm war.

Tatsächlich scheinen die Artikel beziehungsweise "Knols" häufig nur Kopien von Wikipedia-Beiträgen zu sein, oder die Autoren entlehnen große Teile ihrer Texte bei Wikipedia. Die Verlockung dazu ist groß, weil Google eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen in Aussicht stellt. Und es ist leicht, die Texte der Wikipedia zu übernehmen, da es bisher keine rechtlichen Schritte gegen solche Übernahmen gab.

Obwohl die rechtliche Situation einer solchen Übernahme durchaus kritisch ist, wie ausgerechnet der Knol eines Wikipedia-Autors zeigen kann. Allerdings wäre es wahrscheinlich schwierig, für den deutschen Urheber eines Wikipedia-Artikels, eine Verletzung seiner Urheberrechte durch einen Knol-Autor nachzuweisen. Zunächst einmal müsste er seinen eigenen Rechtsanspruch belegen können und nachweisen, der alleinige beziehungsweise hauptsächliche Autor eines Wikipedia-Artikels zu sein. Dann müsste er den Autor des unter knol.google.com abgelegten Artikels ausfindig machen. Was vermutlich eine Subpoena (Verfügung) eines US-Gerichts erforderlich macht, solange keine ladungsfähige Adresse angegeben wird.

Kopien von Wikipedia-Artikel sind unter diesen Bedingungen wohl kaum zu verhindern, wenn Google nicht selbst aktiv wird. Das geschieht bisher aber nur eingeschränkt. Google überprüft zwar Ähnlichkeiten zwischen Knol und Wikipedia. Doch das endet meist mit der Angabe im Knol-Artikel, dass mutmaßlich ein bestimmter, prozentualer Anteil des Knol von Wikipedia übernommen wurde.

Für Wikipedia ist das bislang vermutlich kein Problem, solange Wikipedia-Artikel wie bisher oft in Spitzenpositionen bei den Google-Ergebnissen ausgegeben werden. Kritisch wird es aber vermutlich dann, wenn Knol diese Rolle bei Google übernehmen sollte und die Suchmaschine vornehmlich Knols als Top-Ergebnisse liefert. Das würde Googles Werbeinnahmen zwar erhöhen, aber die Qualität der Ergebnisse in Frage stellen. Was Google wohl wichtiger ist?


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Andreas Kemper   |01.01.70 01:00:00
Der wandernde Content von Wikipedia zu Knol könnte vor allem dann zu einem
\\\"gold rush\\\" werden, wenn die
Lizensierung von Wikipedia GFDL und Knols CC-by-SA kompatibel werden, was dieses
Jahr noch geschehen soll. Knol hat in den letzten Tagen die
Lizensierungsmöglichkeiten von Knol-Artikel um CC-by-SA ergänzt. Ob das
Kopieren von Wikipedia-Artikel dann rechtlich möglich ist, bleicht umstritten.
Aber wo kein Kläger, da keine Klage.
Wolfgang  - Makro-Sicht   |01.01.70 01:00:00
mal von der Durchsetzbarkeit von Rechtsanspruechen abgesehen. Ich finde es schon
sehr kritisch, dass hier absehbar nur von einer Wanderung in eine Richtung die
Rede sein kann. Das macht das Knol-Modell IMO sehr durchsichtig.
Andreas Kemper   |01.01.70 01:00:00
Stimmt. Google könnte deutlich mehr Engagement zeigen, um das Plagiieren von
Wikipedia-Artikeln zu verhindern.

Allerdings ist gerade beim
deutschsprachigen Wikipedia einiges im Argen. Bislang waren sie konkurrenzlos,
was bei einigen Admins zu einem sehr arroganten Verhalten gegen
Wikipedia-Autoren geführt hat (\\\"jeder hat das Recht zu
gehen\\\", \\\"Wikipedia ist keine
Demokratie\\\", \\\"Wikipedia ist kein
Mädchenpensionat\\\"). Für viele Wikipedia-AutorInnen stellt
sich Wikipedia als Adminpedia dar. Aufgrund der konkurrenzlosen Bequemlichkeit
ist Wikipedia zu einem Brontopedia mutiert: eine Unzahl an Masse von Artikeln,
aber kein Raum, darüber nachzudenken, wie Wikipedia weitermachen möchte. Ein
dumpf vor sich hinstampfender Dinosaurier, von dem zu hoffen ist, dass er duch
Knol wachgerüttelt wird und sich Gedanken über Autorenfreundlichkeit macht.

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