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Kurz notiert
Kostenloser Zugang?

Mignon L. Clyburn, eine der fünf "Commissioner" der US-Rundfunkaufsicht FCC hat während einer Rede (PDF-Dokument) Pläne der Behörde erwähnt, einen Teil des Funk-Spektrums für eine Art Sozial-WiFi zu benutzen: Drahtloser Breitbandzugang, der entweder kostenlos sein wird oder zu sehr geringen Kosten verfügbar ist. Zu hohe Erwartungen sollte man an diese Aussage aber nicht richten, denn die FCC wäre nur in der Lage, die technischen bzw. rechtlichen Voraussetzungen für ein solches Angebot zu schaffen. Für die Finanzierung müssten andere aufkommen.

 

 
Jubiläum der geplatzten Träume

Heute vor 10 Jahren wurde von der NASDAQ ein Allzeit-Hoch erreicht und danach ging der Trend der Aktien für Jahre nur noch nach unten - die Börsen-Blase war geplatzt. Das Blog der NetworkWorld schwelgt ein wenig in Erinnerungen und liefert die Top 10 der Dot Com-Flops. Doch die wirklich großen Flops dieser Zeit (z.B. AOL übernimmt Time Warner) bleiben außen vor. 

 

 

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12 Millionen Spam-Mails für einen Klick PDF  | Drucken |
Montag, 10.11.2008

Amerikanische Wissenschaftler haben erneut ein Experiment unternommen, bei des um die Ökonomie des Spam-Versands geht. Ihr Ergebnis in einem Satz: Ein einziger Kauf als Reaktion auf 12 Millionen verschickte Mails ergeben unterm Strich schon ein ein rentables Geschäft.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, haben die Wissenschaftler der kalifornischen Universitäten San Diego und Berkeley Teile des Storm Worm BotNets infiltriert. Ähnlich wie es Wissenschaftler der Universität Mannheim schon vor einigen Monaten beschrieben haben. Auch die Kalifornier unternahmen ihre Tests im Frühjahr 2008. Etwa einen Monat lang manipulierten sie die mit Trojanern infizierten Rechner und veränderten die von ihnen verschickten Mails.

Die Spam-Mails, in denen für Pharmazeutika geworben wurde, wurden mit einer anderen Zieladresse versehen. Diese Adressen führten auf Rechner, die von den Forschern so eingerichtet waren, als handele es sich um Online-Shops. Und die Spam-Empfänger, die auf diesen Seiten landeten, konnten das Sortiment durchsuchen und Artikel bestellen. Erst bei der eigentlichen Bestellung wurde das Verfahren durch Fehlermeldungen unterbrochen. Die Identität der Besteller blieb den Forschern damit unbekannt.

Innerhalb der Testphase von 26 Tagen wurden 350 Millionen Mails verschickt, die zu gerade 28 Fast-Einkäufen führten. Bis auf eine einzige Bestellung ging es dabei immer um Mittelchen zur Steigerung der männlichen Sexualleistung. Durchschnittlich bestellten die Käufer Waren im Wert von rund 100 Dollar, was zu einer Gesamteinnahme von 2.731 Dollar führte.

Da die Wissenschaftler aber nur etwa 1,5% des BotNets unter Kontrolle hatten, fällt der Umfang der Bestellungen im Alltagsbetrieb vermutlich wesentlich höher aus. Die Forscher schätzen, dass die Tageseinnahmen irgendwo zwischen 7.000 und 9.500 Dollar liegen könnten. Grob gerechnet gehen sie von Jahreseinnahmen von 3,5 Millionen Dollar aus.

Allerdings müssen dafür dann auch rund 25 Milliarden Spam-Mails verschickt werden. Und 11.999.999 Mails müssen unnütz gelöscht oder gefiltert werden, um den Selbstwert eines einzigen Mannes zu heben und gleichzeitig sein Schamgefühl zu schonen.


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