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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Britannica wird wikipedisiert? PDF  | Drucken |
Donnerstag, 22.01.2009
Jorge Cauz, Präsident beim Verlag der Encyclopedia Britannica, kündigt gegenüber dem Sidney Morning Herald  eine gravierende Änderung der Online-Ausgabe britannica.com an. Vielleicht schon im Laufe des heutigen Tages sollen die Benutzer der Britannica die Möglichkeit erhalten, Artikel ähnlich wie bei Wikipedia zu bearbeiten oder neue Artikel einzuführen.

Die Mitmach-Britannica soll sich aber in einigen wichtigen Punkten von Wikipedia unterscheiden. Zunächst einmal sind die Nutzer in aller Regel auch Abonnenten der Online-Ausgabe. Außerdem müssen sich alle Editoren namentlich und mit postalischer Adresse registrieren, ehe sie Änderungen einreichen können. Die Änderungen beziehungsweise Neubearbeitungen werden dann auch nicht sofort in den Datenbestand übernommen, sondern erst durch ein Redaktionsmitglied geprüft. Für diesen Vorgang wurde allerdings ein Benchmark-Wert von nur 20 Minuten angesetzt.

In dieser Annäherung an Wikipedia-Verhältnisse scheinen die Verantwortlichen einen Ausweg aus der Misere zu sehen. Denn Wikipedia hat die gedruckten Enzyklopädien ebenso wie die Online-Ausgaben der Nachschlagewerke in Bedrängnis gebracht. Die Verkaufszahlen der gedruckten Werke geht stetig zurück, weil die Wikipedia-Artikel nicht nur aktueller erscheinen, sondern oft sogar zuverlässiger.

Das wird von den Herausgebern der Enzyklopädien zwar nach wie vor bestritten, doch ein umfassender Gegenbeweis konnte bisher nicht erbracht werden. Somit verweist man gerne auf die Vielzahl der weniger gut recherchierten oder nachlässig verfassten Wikipedia-Artikel, ohne die teilweise exzellenten und topaktuellen Artikel zu würdigen. Zugleich wird wie jetzt auch wieder von Cauz bekrittelt, dass Google und Wikipedia eine perfekte Symbiose bilden, wenn Wikipedia-Ergebnisse stets auf Platz 1 der Suchergebnisse landen.

Mit der angekündigten Aufnahme von Leser-Beiträgen könnte sich Britannica tatsächlich einen Vorteil verschaffen, ohne zugleich die Nachteile der Wikipedia zu übernehmen. Denn die von bezahlten Fachkräften erstellten Artikel der Britannica sind sicher eine hervorragende Ausgangsbasis.

Ein Problem könnte es allerdings sein, eine ebenso große Gruppe von Autoren zu begeistern, wie es bei Wikipedia der Fall ist. Die Beschränkung auf Abonnenten beziehungsweise auf registrierte Autoren könnte sich in diesem Punkt als nachteilig erweisen. Doch dem hat Britannica ja schon vor Monaten vorgebaut und die Zahl der Abonnenten durch Geschenke erhöht. Denn seit April vergangenen Jahres bekommen Blogger kostenlosen Zugang zur Online-Enzyklopädie. Und gerade diese Gruppe könnte sich als besonders schreibfreudig erweisen.

 

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