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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Fehlinvestition Bing? PDF  | Drucken |
Freitag, 19.06.2009
Der "Business Insider" Henry Blodget, der wegen unsauberer Machenschaften in der Vergangenheit selbst keine Börsengeschäfte mehr tätigen darf, gibt weiterhin gerne seine Empfehlungen zum Besten. Aktuell fällt er ein niederschmetterndes Urteil über die von Microsoft-Chef Steve Ballmer geäußerten Pläne, in den kommenden 5 Jahren jeweils 5%-10% von Microsofts Einkommen in das Suchgeschäft zu investieren.

Bei diesen Plänen geht es immerhin um Investitionen in Höhe von voraussichtlich bis zu 11 Milliarden Dollar in der Summe. Doch Blodget wirft Ballmer vor, in den vergangenen 15 Jahren bereits 8 Milliarden Dollar in Internet-Investitionen angelegt zu haben, ohne daraus einen nennenswerten Vorteil erzielt zu haben. Das gelte insbesondere für Bing, also die nun unter neuem Namen gestartete Suchmaschine Microsofts.

In diese Suchmaschine weiterhin so viel Geld zu investieren, hält Blodget für überflüssig, denn es könne Bing einfach nicht gelingen, dem Konkurrenten Googles das Wasser abzugraben. Google werde sein Geschäft mit Zähnen und Klauen verteidigen. Bing habe unter diesen Voraussetzungen höchstens die Chance, sich einen Nischenplatz zu erkämpfen, so wie heute schon Yahoo die Position des Ewig-Zweiten einnimmt.

Ginge es bei Bing also um einen Börsengang, so würde Blodget dringend davon abraten, in dieses Geschäft zu investieren. Das Alles klingt nachvollziehbar und man muss Microsofts Bemühungen in Sachen Bing sicher mit einer großen Portion Skepsis sehen. Die Internet-Suche ist tatsächlich nicht Microsofts Kerngeschäft und Microsoft ist auch kein Medienunternehmen.

Dennoch sollte man Ballmers Pläne nicht so leichtfertig als verkorkst oder gar verbohrt abtun. Microsofts Geschäft hat sich in den letzten 15 Jahren eigentlich sehr gut entwickelt - also seit dem Zeitpunkt, zu dem Bill Gates das Internet zur Chefsache erklärte und mit Microsoft das Internet "umarmen" wollte. Nie zuvor wurden so viele Software-Lizenzen für PCs verkauft und das allgegenwärtige Internet trägt sicher maßgeblich zu diesem Erfolg bei.

Doch zugleich ist das Internet auch eine ständige Bedrohung für Microsofts Windows- und Office-Monopol. Kein anderes Unternehmen demonstriert das besser als der "Konkurrent" Google, obwohl die Suchmaschine doch gar kein eigenes Betriebssystem anzubieten hat. Aber es wird Google schon seit Jahren unterstellt, Microsofts Monopolstellung aushebeln zu wollen und einige Produkte und Pläne der Suchmaschine sprechen für diese Theorie.

Das betrifft etwa die Pläne des Cloud-Computing, die Web-Anwendungen im Productivity-Bereich sowie nicht zuletzt Googles Ambitionen im Online-Umfeld. Dort setzt die Suchmaschine den bisher längsten Hebel an und ein Sieg über Windows mobile ist mittel- bis langfristig nicht auszuschließen.

In eben diesem Zusammenhang muss auch Bing sowie allgemein Microsofts Internet-Strategie gesehen werden. Es geht Ballmer sicher nicht vorrangig darum, das Werbegeschäft Googles an sich zu reißen. Doch der Microsoft-Chef hat vielleicht erkannt, dass sein Unternehmen der Monopol-Bildung im Internet durch andere Unternehmen entgegen wirken muss. Denn die Suchmaschine Googles hat schon gezeigt, wie viel Momentum in ihr steckt, um andere Produkte und Ziele zu lancieren.

Man muss nur bedenken, wie schnell sich beispielsweise Google Mail etablieren konnte, oder wie leicht es Google zu gelingen scheint, als absoluter Neuling in das Mobilfunkgeschäft einzudringen.

Vor diesem Hintergrund kann man Microsofts Investitionen in Bing nicht als zum Scheitern verurteilten Börsengang abtun. Hier geht es um eine strategische Investition, die in der Zukunft für Microsoft noch von größter Bedeutung sein kann. Und vermutlich würden Analysten wie Blodget am lautesten schimpfen, wenn sich in einigen Jahren herausstellen sollte, dass Ballmer es versäumt hat, in diesem Bereich Terrain abzustecken. 

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