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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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US-Verbraucher lehnen maßgeschneiderte Werbung ab PDF  | Drucken |
Freitag, 02.10.2009
Eine telefonische Umfrage des Annenberg Public Policy Center an der Universität von Pennsylvania bei 1.000 US-Bürgern kommt zu einem für die Online-Werbeindustrie recht peinlichen Ergebnis: Das von Marketeers und Werbeunternehmen oft gebrauchte Argument, "maßgeschneiderte" Werbung sei vom Rezipienten erwünscht, ist ganz klar falsch.

Selbst wenn man den Befragten beispielsweise erklärt, ihr Besuch verschiedener Web Sites werde anonymisiert verfolgt, würden 68% dies "sicher" und 19% "wahrscheinlich" verbieten wollen. Und auch wenn die Ablehnung maßgeschneiderter Werbung unter jungen Verbrauchern - wie ebenfalls von der Industrie behauptet - weniger stark ausgeprägt ist, so lehnen doch 55% solche Werbeformen ab.

Die jüngeren Befragten lehnen es auch überwiegend (86%) ab, wenn ihr Verhalten auf früher besuchten Sites zu speziell für sie ausgewählten Werbeeinblendungen auf anderen Sites führt. Noch stärker (90%) lehnen sie es ab, wenn Online-Werbung das Ergebnis ihrer Offline-Aktivitäten ist. Die Mehrheit der befragten US-Bürger insgesamt will keine speziellen Sonderangebote und noch nicht einmal auf sie zugeschnittene Nachrichtenangebote.

Solche und ähnliche Ergebnisse stehen deutlich im Widerspruch zu den Argumenten der Werbeindustrie, die maßgeschneiderte Werbung sei für den Verbraucher vorteilhaft und von ihm erwünscht. Doch die Studie des Annenberg Center stellt noch weitere Diskrepanzen fest.

So gehen die Befragten etwa fälschlich davon aus, dass die US-Gesetze den Verkauf von Daten unter Unternehmen verbieten. Sie fühlen sich durch die Gesetze geschützt, obwohl dieser Schutz gar nicht besteht. Entsprechend erklärt es sich auch, dass sie gezielte Werbeeinblendungen umso stärker ablehnen, je genauer man ihnen erklärt, wie diese Werbeeinblendungen (z.B. Verhaltensbeobachtung über Sites hinweg) zustande kommen.

Die Befragten erwarten beziehungsweise erhoffen sich ansonsten auch, dass der Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen (z.B. "illegaler Datenverkauf") härter bestraft wird, Immerhin 35% war der Ansicht, dass die verantwortlichen "Executives" sogar mit Gefängsstrafen bestraft werden sollten. Zusammenfassend kann man also sagen, dass es den US-Bürger einerseits an Einblick fehlt, welche Daten wie erhoben werden und welche gesetzlichen Grundlagen es zu ihrem Schutz  gibt.

Andererseits scheint es denkbar, dass gerade deswegen viele Methoden der maßgeschneiderten Werbung in den USA erst möglich sind. Aufklärung sowohl über die technische als auch die rechtliche Situation scheint aber notwendig, denn die Nutzung des Internet liefert völlig neue Möglichkeiten der unbemerkten Überwachung des Verbrauchers. Was selbstverständlich auch voraussetzt, dass die Werbeunternehmen Einblick in ihre jeweiligen Methoden geben.

 

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