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Donnerstag, 08.10.2009 |
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Drei Briten wollen eine bisher einzigartige Geschäftsidee umsetzen: Sie haben erkannt, dass es bei 4,2 Millionen Überwachungskameras in Großbritannien viel zu wenige Menschen gibt, die diese Aufnahmen kontrollieren können. Da es aber im Internet viele unterbeschäftigte Schnäppchenjäger gibt, hat man 1und 1 zusammengezählt und ein Gewinnspiel für die Jagd nach Straftaten ausgelobt.
Bis zu 1.000 Pfund (ca. 1.090 Euro) können die Mitspieler "gewinnen",
wenn sie dafür fleißig Punkte sammeln. Diese Punkte erhalten sie, wenn
sie mehrere Kameras im Blick behalten und bei auffälligen Erscheinungen
einen Schalter betätigen. Dann erhält der Inhaber der Kamera eine SMS
sowie ein Standbild der Kamera und muss entscheiden, ob die
Benachrichtigung gerechtfertigt war. Verursacht ein Mitspieler zu viele
Fehlalarme, kann es auch zu einem Punktabzug kommen.
Die Geschäftsidee
der drei Briten ist es nun, diese Überwachung als Dienstleistung zu
verkaufen. Pro Kamera und Woche sollen die Inhaber einer CCTV-Kamera
bis zu 20 Pfund bezahlen. Allerdings will sich erst der britische
Datenschutzbeauftragte ("Information Commissioner's office") mit den
drei Geschäftsleuten unterhalten. Es scheint Zweifel daran zu geben,
dass die Aufnahmen von britischen Bürgern, in Ladengeschäften, Kneipen
oder auch Parkplätzen erstellt, wirklich für ein weltweit verteiltes
Heer von Privatdetektiven zugänglich sein sollten. Solche Bedenken hatte man in der Vergangenheit nicht immer.
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