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Kurz notiert
Kostenloser Zugang?

Mignon L. Clyburn, eine der fünf "Commissioner" der US-Rundfunkaufsicht FCC hat während einer Rede (PDF-Dokument) Pläne der Behörde erwähnt, einen Teil des Funk-Spektrums für eine Art Sozial-WiFi zu benutzen: Drahtloser Breitbandzugang, der entweder kostenlos sein wird oder zu sehr geringen Kosten verfügbar ist. Zu hohe Erwartungen sollte man an diese Aussage aber nicht richten, denn die FCC wäre nur in der Lage, die technischen bzw. rechtlichen Voraussetzungen für ein solches Angebot zu schaffen. Für die Finanzierung müssten andere aufkommen.

 

 
Jubiläum der geplatzten Träume

Heute vor 10 Jahren wurde von der NASDAQ ein Allzeit-Hoch erreicht und danach ging der Trend der Aktien für Jahre nur noch nach unten - die Börsen-Blase war geplatzt. Das Blog der NetworkWorld schwelgt ein wenig in Erinnerungen und liefert die Top 10 der Dot Com-Flops. Doch die wirklich großen Flops dieser Zeit (z.B. AOL übernimmt Time Warner) bleiben außen vor. 

 

 

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Googles Strategie, billiger als kostenlos? PDF  | Drucken |
Montag, 02.11.2009
Die Entscheidung Googles, das mobile Betriessystem Android um eine Navigationsfunktion zu erweitern, wird in Fachkreisen sehr unterschiedlich bewertet. Die Einen sehen in den neuen Geräten (voraussichtlich ab. 9. November auch in Deutschland bei O2) einen iPhone-Killer, während die Anderen das rundweg bestreiten. Der Blogger Bill Gurley betrachtet das Ganze von höherer Warte und sieht Google auf dem Weg zu einem Geschäftsmodell des "less than free" - was zu enormen Veränderungen auf dem IT-Markt führen kann.

Was Gurley damit meint, ist verkürzt ausgedrückt das fast schon gewaltsame Eindringen der Suchmaschine in bestehende Marktsysteme. Google hat sich schon früh für "Maps" interessiert und auch schon früh Verträge mit den "Duopolisten" TeleAtlas und NavTeq geschlossen, um Kartenmaterial zu erhalten. Vielleicht gerade weil Google so großes Interesse an den Daten hat, wurden die beiden Unternehmen schon von 2 Jahren von TomTom (TeleAtlas) und Nokia (NavTeq) aufgekauft.

Doch Google hat ebenfalls schon früh begonnen, sich mit Hilfe eigener Daten (StreetView-Datensammlungen) und öffentlich zugänglicher Daten einen Ersatz aufzubauen. So konnte im letzten Jahr der Vertrag mit NavTeq und am 13. Oktober auch der mit TeleAtlas aufgekündigt werden. Zwei Wochen später stellte Google Android 2 mit integrierter Navigation vor.

Für die Karten- und GPS-Gerätehersteller sowie deren Investoren muss das ein Schock gewesen sein. Aber auch für alle anderen Hersteller von Mobilfunkgeräten sowie für die mobilen Carrier, denn die Navi-Funktion setzt alle diese Unternehmen unter Druck. Entweder, sie zahlen Lizenzen an die konventionellen Navigations-Unternehmen, oder sie akzeptieren Googles Android (Open Source) mit den (proprietären) Google-Anwendungen "on top". Wobei die Hersteller von Symbian- oder Microsoft mobile-Geräten mit der letztgenannten Möglichkeit ganz besondere Bauchschmerzen haben dürften.

Das erst recht, wenn Google das von Gurley als "less than free" bezeichnete Geschäftsmodell startet. "Weniger als kostenfrei" heißt nämlich nichts anderes, als dass Google den Herstellern auch noch eine Beteiligung an den Einnahmen aus der mobilen Werbung verspricht, wenn diese Android plus Google-Anwendungen auf ihren Geräten installieren.

Gurley will das von einem Kenner der Szene bestätigt bekommen haben.  Unwahrscheinlich ist diese Möglichkeit keineswegs, denn dieses Geschäftsmodell deckt sich ansatzweise mit Googles damals revolutionärer Idee, die Anwender über eine Teilnahme am Adsense-Netzwerk an den Werbeeinnahmen zu beteiligen. Die Werbeoberflächen Googles wuchsen damit sprunghaft an, wobei man nicht vergessen darf, dass der Betreiber eines Werbenetzes letztendlich bestimmt, wo die teuren Anzeigen geschaltet werden und wo die weniger gut bezahlten.

Ähnlich könnte es sich jetzt im Mobilfunkbereich entwickeln, denn die mobile, ortsbezogene Werbung ist ein gerade erst entstehendes Geschäftsfeld, das aber extrem hohe Gewinne verheißt. Und die Mobilfunkunternehmen könnten davon auch noch profitieren, weil sie nicht nur die Kosten für ein Betriebssystem sparen, sondern auch noch Einnahmen über Googles eigenes Software-Paket erzeugen können.

Welche Folgen diese Hebelwirkung nach sich zieht, kann man nur mutmaßen. Doch man darf sicher sein, dass die Android-Marktanteile bald sehr viel höher sein werden als heute. Und es scheint nicht ausgeschlossen, dass es bald auch in anderen Bereichen ein "weniger als kostenfrei" zu beobachten gibt.

Denn Google entwickelt mit Chrome bekanntlich nicht nur einen Browser, sondern ein vollständiges Betriebssystem. Was wird nun aber passieren, wenn Computer-Hersteller weltweit das Angebot erhalten, Chrome OS nicht nur nutzen zu dürfen, sondern auch noch eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen auf diesen Maschinen zu erhalten? Das Milliardengeschäft, das mit dieser Strategie zu erzielen sein könnte, steht in keinem Verhältnis mehr dazu, "gut" zu sein und kostenlose Landkartendienste oder Betriebssysteme zu entwickeln.  

 

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koelneruwe  - Meraki   |22.11.09 19:29:38
Deswegen hat Google sich ja auch bei Meraki beteiligt und baut in San Francisco
ein Gratis-Wlan:
Sowohl Chrome OS als auch die Navi-Lösung benötigen ein gutes
Netz ohne Roaming-Wucher.

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