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| SnapNames: Preistreiber aus der Chefetage | | Drucken | |
| Donnerstag, 05.11.2009 | ||||||||
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Snapnames.com, eine der größten Domain-Auktionen weltweit, liefert ein peinliches Eingeständnis: Ein leitender Mitarbeiter soll sich an tausenden von Versteigerungen mit einem gefälschten Konto beteiligt und die Preise in die Höhe getrieben haben. Die Betroffenen sollen jetzt eine Wiedergutmachung erhalten. Der fragliche Mitarbeiter, der unter dem falschen Namen "Hank Alvarez" gehandelt haben soll, wurde demnach bereits am Montag entlassen. Seit gestern werden die Kunden des Dienstes angeschrieben und über den Vorgang informiert. Das betrifft auch das Ausmaß der manipulierten Auktionen. Das Mutterunternehmen Oversee.net geht davon aus, dass seit dem Jahr 2005 etwa 5% aller Auktionen manipuliert waren, wobei die meisten betroffenen Auktionen in den Jahren zwischen 2005 und 2007 erfolgten. Doch die Betrügereien scheinen bis in die jüngste Vergangenheit angedauert zu haben. Denn wie es weiter heißt, hat der Täter noch kürzlich bei Versteigerungen den Zuschlag erhalten und sich dann auch noch teilweise die Kosten von Snapnames erstatten lassen. Welchen finanziellen Schaden der Täter den Kunden zugefügt hat, ist schwer zu sagen. Oversee will diesen Schaden kompensieren und dazu eine verzinste Rabattzahlung ausschütten. Doch man kann sich denken, dass Unzufriedenheiten kaum zu vermeiden sind. Das betrifft auch beispielsweise Fälle, bei denen die Auktion aufgrund eines Gebots von "Alvarez" verlängert wurde und sich weitere Bieter einfanden. Einige "Schnäppchen" dürften so vereitelt worden sein. Auch der Schaden für Snapnames selbst ist kaum zu beziffern. Denn unterm Strich wird der Domain-Händler trotz der offensiven Vorgehensweise bei der Kommunikation des Betrugs mit einem beträchtlichen Image-Schaden rechnen müssen.
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