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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Facebook und Twitter als Scoring-Faktoren PDF  | Drucken |
Mittwoch, 27.01.2010
CNBC berichtet über einen sich abzeichnenden Trend im amerikanischen Banken-Sektor. Dort interessiert man sich im Rahmen der Kreditvergabe an Privatkunden nicht nur für herkömmliche Scorings auf Basis überwiegend demographischer Informationen. Auch Data Mining-Ergebnisse aus sozialen Netzwerken können die Kreditvergabe beeinflussen.

Firmen wie beispielsweise das kalifornische Unternehmen Rapleaf überwachen permanent soziale Netzwerke wie Facebook oder auch Twitter und können beispielsweise den Banken Informationen darüber liefern, wie vernetzt bestimmte Personen in diesem Umfeld sind. Diese Daten werden dann in so genannten "social graphs" aggregiert und liefern Informationen, die das Kreditscoring unterstützen können.

Der dahinter stehende Gedanke lässt sich grob auf die alte Formel des "gleich und gleich gesellt sich gern" zusammenfassen. Was dann bedeutet, dass die im Umfeld einer bestimmten Person geäußerten Interessen und Aussagen auch mit dieser Person in Verbindung gebracht werden. Das bedeutet natürlich auch, dass die Einschätzung der "Freunde" sich auf den eigenen Soziographen auswirken kann. Werden diese als kreditwürdig eingeschätzt, erhöht sich das eigene Sozialscoring - und umgekehrt.

Der CNBC-Bericht legt dabei Wert auf die Feststellung, dass keine finanzielle Informationen über diese anderen Personen eingeholt werden oder überhaupt in den Pool der Informationen eingehen. Es sei auch nicht so, dass man schlechte Kreditnehmer aufgrund nachteiliger Netzwerk-Informationen abstrafen möchte. Das Gegenteil sei der Fall, heißt es. Das soziale Scoring diene nur zur Erleichterung der Kreditvergabe.

Doch Zweifel sind angebracht. Denn soziale Aktivitäten im Internet geben heute schon Anlass, beispielsweise Job-Bewerber abzuweisen oder Mitarbeitern zu kündigen. Warum sollten die Banken dann davon Abstand nehmen, schlechte Kredite zu vermeiden?

Benutzer solcher Netzwerke - man schätzt, dass weltweit 67% aller User bei mindestens einem der Dienste beteiligt sind - sollten daher ihr Online-Verhalten und auch ihre Online-Freunde auf lange Sicht mit ihrer privaten Finanzpolitik abstimmen. Freundschaftsanfragen sollte man erst nach einer eigenen Prüfung der Kreditwürdigkeit zustimmen,"gesellige" Menschen, die wirtschaftlich versagen, sind in der sichtbaren Internet-Öffentlichkeit kein guter Umgang. Wobei es sich ansonsten durchaus positiv auswirkt, möglichst viele (brauchbare) Freunde aufzuweisen.

Sinnvoll ist es auch, in den verschiedenen Diensten wahrheitsgemäße und übereinstimmende Angaben zur Person zu machen. Denn wer beispielsweise dort einen anderen Wohnort angibt als auf dem Kreditantrag, macht sich von vornherein unglaubwürdig. Wobei man sich schon einmal grundsätzlich die Frage stellen sollte, welche Bedeutung das Wort Glaubwürdigkeit unter solchen Bedingungen überhaupt noch hat.

 

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