Die amerikanische Holtzbrinck-Tochter Macmillan Publishers hat sich im Streit mit Amazon nun doch durchgesetzt. Man könnte sagen, dass sich in diesem Fall der Wettbewerb zuungunsten der Verbraucher ausgewirkt hat, denn die Niederlage Amazons bedeutet höhere Bücherpreise in den USA.
Dabei ist der Wettbewerber in diesem Fall noch gar nicht richtig in
Erscheinung getreten, denn es ist von Apples iPad die Rede und dieses
Gerät wird frühestens in drei Monaten auf den Markt kommen. Doch es
wurde bekannt, dass Apple bereits mit mehreren Verlagen Gespräche
führt, bei denen es um den Verkauf von eBooks für das iPad sowie
vielleicht auch für andere Geräte geht.
Und es wurde bekannt, dass die
Verlage in der Zusammenarbeit mit Apple eine Chance sehen, die von
Amazon oktroyierten Niedrigpreise zu bekämpfen. Macmillan zeigte sich
dabei besonders streitbar und nahm es sogar hin, dass Amazon mit einem
Verkauf von gedruckten wie von elektronischen Büchern drohte. Doch
gestern, am Tag 4 nach dem Erscheinen des iPad, streckte der Buchhändler die Waffen
und gab sich einem Posting des offiziellen Kindle Blogs geschlagen.
Künftig werden Macmillan-eBooks zwischen 12,99 Dollar und 14,99 Dollar
kosten. Ein Preis, der dann auch für viele gedruckte Werke gelten soll
und der deutlich über den 9,99 Dollar liegt, mit denen Amazon bisher
für eBooks werben konnte.
Für die Konkurrenten im Bereich der
Lesegeräte - zu denen das iPad vielleicht auch einmal gehören wird -
dürften das höchst erfreuliche Nachrichten sein. Denn das Kindle war
für viele US-Verbraucher gerade wegen der niedrigen Buchpreise die
erste Wahl. Doch sie müssen sich künftig allgemein auf wieder höhere
Preise gefasst machen. Egal, welches Lesegerät sie benutzen.
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