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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Fernsehen unbefriedigend, Verbraucher suchen Alternativen PDF  | Drucken |
Dienstag, 09.02.2010
Die von Motorola in Auftrag gegebene Studie "2010 European Media Engagement Barometer" liefert einige recht interessante Ergebnisse. Bemerkenswert scheint beispielsweise die Angabe, dass die durch das Internet und andere technische Neuerungen stark erhöhte Angebotsvielfalt bei den Verbrauchern nicht zu mehr Zufriedenheit geführt hat. Im Gegenteil, 69% der befragten Europäer ließen erkennen, dass sie "die Suche nach für sie relevanten Inhalten aufgrund des übergroßen Angebots frustriert".

Für Firmen wie Motorola, die mit ihren Geräten auch noch die mobile Suche nach den gewünschten Inhalten möglich machen, mag das ein befriedigendes Ergebnis sein. Für die Anbieter von TV- oder anderen Unterhaltungsangeboten ist es ein kaum zu lösendes Problem. Wie sollen für jeden Konsumenten über möglichst viele Medienkanäle die jeweils individuell gewünschten Inhalte kombiniert werden, wo doch schon Video-on-Demand in der Praxis oft an den Kosten und der technischen Beschränktheit der Angebote scheitert?

Die Verbraucher wünschen sich beispielsweise eine größere Austauschbarkeit beziehungsweise Redundanz der Kanäle. Das zeigt sich etwa darin, dass 59% der von Motorola befragten Deutschen angibt, digitale Inhalte zwischen verschiedenen Endgeräten austauschen zu wollen. Und zwar nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch unterwegs. Außerdem sind die meisten europäischen Verbraucher generationsübergreifend Nutzer sozialer Netzwerke. Was sich auch darin widerspiegelt, dass ein Viertel der Verbraucher (28%) ihr Fernsehgerät in diese Aktivitäten einbinden möchten, um beispielsweise Video-Inhalte oder auch Informationen zu Sendungen und Programmhinweise mit Freunden austauschen zu können.

Das bedeutet zusammenfassend, dass die europäischen Verbraucher reif sind für eine Konvergenz zwischen dem passiven Medium des Fernsehens und den interaktiven Medien der Telekommunikation. Und Firmen wie Motorola würden sicher nur zu gerne die dafür benötigten Endgeräte beziehungsweise Systeme beisteuern. Doch die Wünsche der Verbraucher bleiben unbefriedigt.

Was wohl in erster Linie damit zu begründen ist, dass die Rechteinhaber sich einer zeitunabhängigen Verwendung ihrer Inhalte auf verschiedenen Distributionskanälen widersetzen. So ist im deutschen Fernsehen zu beobachten, dass selbst produzierte Sendungen teilweise auch online abgerufen werden können, nicht aber die bei den Zuschauern beliebten Serien, Spielfilme und andere Filme, die als Fremdproduktionen eingekauft werden.

Nur die wenigsten Produzenten lassen sich auf ein Modell ein, wie es etwa die anarchische Trickfilmserie South Park vormacht: Deren Episoden werden im TV-Programm "live" gezeigt und können gleichzeitig im Web unter southpark.de beliebig abgerufen werden. Wobei South Park allerdings in mehrfacher Hinsicht als untypisch zu bezeichnen ist.

Die im konventionellen Fernsehen zu beobachtende Blockadehaltung bleibt aber nicht folgenlos, wie der Blick in das Internet-freundliche Schweden zeigt. Während in Deutschland noch beachtliche 55% der Verbraucher mindestens einmal pro Woche "live" in die Röhre schauen, trifft das in Schweden nur noch auf 28% zu. Dort schauen sich die meisten Medienkonsumenten (48%) Video-Streams im Internet an. Es ist angesichts der schwedischen Vorlieben nicht unwahrscheinlich, dass ein weiterer Teil der Benutzer auch rechtswidrig aus dem Internet bezogene Videos konsumiert.

Das trifft vielleicht auch auf einen Teil der deutschen Nutzer zu, die nach eigenen Angaben (11%) mindestens einmal pro Woche ein Video aus dem Internet laden. Doch egal, ob dies nun legal oder illegal erfolgt. Jeder Video-Download aus dem Internet bedeutet eine im Fernsehen gesehene Sendung weniger.


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