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| Telefónica-Chef will Google zur Kasse bitten | | Drucken | |
| Dienstag, 09.02.2010 | ||||||||
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Cesar Alierta, Präsident des spanischen Telekommunikationsunternehmens Telefónica, nimmt sich ein Beispiel an seinen US-Kollegen und will von Firmen wie Google oder Yahoo eine Zusatzgebühr für die Durchleitung ihrer Daten verlangen. Seiner Meinung nach benutzen diese großen Internet-Unternehmen eine Menge Bandbreite, ohne dafür zu zahlen. Das sei zwar gut für Google und Co., aber nicht für Telefónica. Argumente dieser Art wurden in der Vergangenheit insbesondere von US-Unternehmen vorgebracht, um Zusatzgebühren von Internet-Unternehmen verlangen zu können. Dabei fürchten Kritiker, dass mit solchen Forderungen der Einstieg in ein Zweiklassen-System des Datentransports im Internet geschaffen wird. Sobald Firmen wie Google und Co. für den - von den Endkunden bereits gezahlten - Daten-Transfer noch einmal zur Kasse gebeten werden, müssen auch andere Informationsanbieter mit zusätzlichen Kosten rechnen. Sonst könnte es ihnen drohen, dass der Transport ihrer Daten nur in zweitklassiger Qualität oder gar nicht erfolgt. Die Forderungen der US-Unternehmen haben daher zu einer lebhaften Diskussion des Themas "Netzneutralität" geführt, wobei die US-Regierung unter Barack Obama zu staatlichen Regulierungsmaßnahmen zur Wahrung der Netzneutralität zu tendieren scheint.
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