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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Sex.com kommt unter den Hammer PDF  | Drucken |
Dienstag, 09.03.2010
Sex.com ist eine Domain mit Geschichte, auch wenn es keine besonders schöne, beziehungsweise erquickliche Geschichte ist. Doch die Domain mit dem für ein großes Publikum besonders ansprechenden Namen soll eine Geldgrube sein. Trotzdem soll sie jetzt versteigert werden, weil ihr letzter Eigentümer die Schulden nicht abbezahlen kann, die er beim Kauf machen musste.

Es wurde in der Vergangenheit zwar schon behauptet, die Domain produziere täglich Einnahmen von bis zu 15.000 Dollar - auch bei vorsichtiger Kalkulation Jahreseinnahmen von über 5 Millionen Dollar bedeuten würde. Doch beim Verkauf vor vier Jahren sollen angeblich 14 Millionen Dollar geflossen sein und der Geldgeber DOM Partners wartet seit einem Jahr vergeblich auf die fälligen Rückzahlungen durch den Käufer Escom.

Also nutzt DOM eine der vereinbarten Sicherheitsoptionen und versteigert die Domain am 18. März mit Hilfe einer New Yorker Kanzlei. Die Käufer müssen dabei ihre eigenen Sicherheiten in Form eines beglaubigten Schecks dokumentieren, der in Höhe des Mindestgebotes von 1 Million Dollar ausgestellt sein muss. Wie hoch der endgültige Preis sein wird, zeigt erst die Kaution.

Aber die Käufer werden voraussichtlich mit etwas niedrigeren Erwartungen an die Sache herangehen als es bei Escom der Fall war. Denn sie müssen sich fragen, wieso der Schuldner den Kredit bei angeblichen Einkünften von 5 Millionen Dollar p.a. nicht bedienen kann. Und wieso hat der vorherige Besitzer Gary Kremen "nur" 14 Millionen Dollar verlangt, wenn doch die Domain so leicht verdientes Geld verspricht?

Immerhin hat Kremen selbst einen jahrelangen Rechtsstreit um die Domain führen müssen, weil ein vorbestrafter Betrüger die Domain mit einem simplen Trick (falscher Mail-Absender in einer Mail an Network Solutions) an sich bringen konnte. Von Betrüger und Betrogenem hieß es übrigens später, dass beide durchaus charakterliche Ähnlichkeiten aufwiesen.

Womit sich auch aus diesem Blickwinkel die Frage stellt, ob denn die Angaben über die hohen Einnahmen wirklich den Tatsachen entsprechen. Zumal diese Angaben aus dem Buch jenes Anwalts stammen, der Kremen dabei geholfen hat, die Domain zurück zu bekommen. Und damit entweder von Gary Kremen, oder von dem Domain-Betrüger.

 

Links:

Washington Post 

Charles Carreon (Buch) 

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Michael Kuhlmann   |09.03.10 17:01:52
Die Domain dürfte mittlerweile deutlich weniger wert sein als in den
Anfangstagen des "Sex-Internet". Früher war es schlicht gar nicht so
einfach für einen notgeilen Konsumenten, auf die Schnelle ein Sexangebot in den
Weiten des Internet zu finden.

Heutzutage ist das mit Google und etlichen
hoch-SEO-optimierten Suchseiten kein Problem.

Auch sind Browser und Anwender
mittlerweile schlauer: Früher haben die Browser eine eingegebene "URL"
einfach um .com erweitert, wenn sie nicht aufglöst wurde, sodass aus einem
schnell eingetippten "Sex" eben sex.com wurde. Heutzutage werden solche
Eingaben auf Google umgeleitet.

Und die Anwender sind sicher immer noch nicht
die hellsten, aber sie nehmen nicht unbedingt das erstbeste Angebot (sex.com),
sondern das zweitbeste (was bei Google weit oben steht).

Zumal mittlerweile den
meisten unterbelichteten Anwendern die Google-Suche vertrauter ist als die
Eingabe von URLs. Vor einiger Zeit wurde genau hier diskutiert, dass (und warum)
einer der häufigsten Suchanfragen bei Google "yahoo.com" lautet. Und
dass Firmen, die eine einfach einzugebende .com-Domain besitzen, in ihrer
Werbung zeigen, wie man sie über Google findet. Warum sollte aber jemand, der
selbst Yahoo über Google sucht, ausgerechnet Sex über eine URL-Eingabe
suchen?

Trotzdem ist sex.com noch eine wertvolle Domain, nur eben trotz
steigender Internetnutzerzahlen weit weniger wert als noch vor einigen Jahren.
dankbarer  - danke   |09.03.10 18:30:27
tolle aspekte. wusste ich zwar schon alles, aber alles mal wieder so schön
aufbereitet zu bekommen ist schön.
Wolfgang   |09.03.10 21:21:04
das ist alles vollkommen richtig und sogar noch viel schlimmer. Die Domain
sex.com ist versaut und das meine ich nicht inhaltlich. Unser aller
Lieblingssuchmaschine hat beliebt, die Domain abzustrafen. Keine Ahnung warum,
aber im Google Toolbar gibts nur einen grauen Balken, wenn ich sex.com als Suche
eintippe kommt kein sex.com als Ergebnis (nur ein Verweis auf ChillingEffects wg
eines Child-Porn-Ergebnisses, auweia) und wenn ich mir die Alexa-Kurve (max.
Zeitraum) ansehe, dann prognostiziere ich einen baldigen Exitus. Das ist ne
Domain für Bastler, bei eBay würde ich im Text wahrscheinlich *Schlachtfest*
als Option angeben. Dafür 1 Million als Startpreis zu verlangen, ist
grenzwertig. Was nicht heißt, dass es nicht geht ;)

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