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| Zweite Verhaftung wegen Nicht-Twitterns | | Drucken | |
| Donnerstag, 25.03.2010 | ||||||||
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Monate nach der Verhaftung von James Roppo, einem leitenden Mitarbeiter des Musik-Labels Island Def Jam Records, wurde jetzt auch der Manager des Sängers Justin Bieber (16), Scott ("Scooter") Braun, wegen vorsätzlicher Gefährdung verhaftet. Auch ihm wird vorgeworfen, trotz polizeilicher Anweisung keinen Tweet verschickt zu haben.
Es ging dabei - wie berichtet - um ein angekündigtes Auftreten des kanadischen Nachwuchs-Stars in New York größtem Mall, das von der Polizei aufgrund des unruhigen Verhaltens der Fans abgesagt wurde. Aber 3.000 Fans wollten das Gelände nicht verlassen und es war wenig hilfreich, dass über Biebers Twitter-Konto der Tweet verschickt wurde: "Bin auf dem Weg zur Roosevelt Mall, um Fans zu treffen. Bin total aufgepumpt. Sehe euch dort!". Nach diesem Tweet forderte die Polizei Roppo auf, die Fans in einem weiteren Tweet über das Ausfallen der Veranstaltung zu informieren. Mitarbeiter des Labels wollen auch Braun von der Forderung informiert haben, doch es folgte kein Tweet. Roppo wurde schließlich verhaftet, weil er sich nicht kooperativ zeigte und ihm werden nach wie vor einige Ordnungswidrigkeiten vorgeworfen. Braun wurde zu diesem Zeitpunkt ebenfalls von der Polizei kontaktiert, die er aber mit der Aussage abfertigte, sich in New York in einem Meeting zu befinden und keinen Rechner-Zugang zu haben. Als man ihm am Telefon mit Verhaftung drohte, forderte er sein Gegenüber dazu auf, seinen Namen auf dem Haftbefehl richtig zu schreiben. Anderthalb Stunden später setzte er innerhalb von drei Minuten dann doch zwei Tweets ab. Kurz zuvor hatte ihn der verhaftete Roppo angerufen. Weitere 15 Minuten später hatte sich die Menschenmenge aufgelöst, aber fünf Personen mussten wegen kleinerer Verletzungen behandelt werden. Der Anwalt Brauns widerspricht der Darstellung der Polizei und behauptet, seine Tweets seien schon sieben Minuten nach dem ersten Anruf verschickt worden. Daher verlangte er eine Neuaufnahme der Untersuchungen. Sollte es dazu nicht kommen, droht dem 28 Jahre alten Manager bis zu einem Jahr Haft. Sein jugendlicher Schützling bietet derweil bei Twitter T-Shirts mit der Aufschrift "Free Scooter" an. Das heißt, vielleicht tut es auch ein anderer seiner Helfer.
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