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| Die geizigsten Europäer: Niederländer, Iren und Deutsche | | Drucken | |
| Dienstag, 27.07.2010 | ||||||||
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Internet-Nutzer mögen zwar für teure Telefone oder Mobilfunkverträge zahlen und ersteigern auch gerne manchen Trödel. Doch für Online-Dienste beziehungsweise für Internet-Inhalte sitzt das Geld ganz und gar nicht locker. Und wenn man den Ergebnissen einer neuen KPMG-Studie Glauben schenken darf, sind die Niederländer noch knausriger als alle anderen Nationen.
Vor die Wahl gestellt, ob sie denn lieber zahlen oder gehen würden, wenn eine bisher besuchte Website plötzlich Geld verlangt, erklärten sich nur 6% der Niederländer zur Zahlung bereit. Der Rest der Bevölkerung würde es vorziehen, künftig lieber andere Sites zu besuchen. Ähnlich knauserig erwiesen sich in der 22-Länder-Studie die Iren (12%), Kanadier (15%), Deutschen (17%) sowie die Briten (19%). Im globalen Durchschnitt haben dagegen 43% der Befragten Zahlungsbereitschaft signalisiert. Besonders hoch ist die Bereitschaft demnach in China und Indien, wo 63% beziehungsweise 65% zur Zahlung bereit wären. Wobei noch die Frage ist, welches Konzept die Befragten vor Augen hatten, als sie zu den kostenpflichtigen "Inhalten" befragt wurden. In den Ländern mit hoher Zahlungsbereitschaft waren jedenfalls kostenpflichtige Videos und Musik besonders beliebt. Über andere Inhalte macht KPMG dagegen keine Angaben. Interessant ist an der KPMG-Studie noch ein anderes Detail. Zusätzlich zur Zahlungsbereitschaft wurde auch erhoben, wie es mit der Akzeptanz von Werbung und insbesondere dem Benutzer-Tracking aussieht. Die geringsten Probleme mit dieser Dauerüberwachung hatten die Brasilianer, die dem Tracking zu 72% zustimmten. Gefolgt von Indern und Russen mit jeweils 65% Zustimmung. Am wenigsten damit einverstanden waren die Polen (30%) und wieder die Niederländer (37%) nebst Kanadiern (42%). Niederländer und Kandier wollen also einerseits nicht für Inhalte zahlen und andererseits auch nicht im Gegenzug für Content ihre Privatsphäre aufgeben. Die Medienunternehmen dieser Länder haben keinen Grund, die Champagner-Korken knallen zu lassen.
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