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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Woher kommen die Afghanistan Logs? PDF  | Drucken |
Mittwoch, 28.07.2010
Wie nicht anders zu erwarten, überprüft das US-Verteidigungsministerium zur Zeit, ob der Soldat Bradley Manning als Quelle der am Wochenende von Wikileaks veröffentlichten Afghanistan-Dokumente in Frage kommt. Bradley muss sich zur Zeit vor einem Militärgericht verantworten, weil er Wikileaks Videos und andere Dokumente überlassen haben soll.

Einen Nachweis, dass Manning mit den Afghanistan Logs zu tun haben könnte, gibt es zur Zeit nicht. Auch Wikileaks-Sprecher Julian Assange weiß nichts von möglichen Vorwürfen in dieser Angelegenheit. Allerdings scheinen die US-Ermittler keinen Überblick zu haben, welche Dokumente Manning wirklich Wikileaks überlassen hat. Offenbar ist der frühere Hacker Adrian Lamo nach wie vor die wichtigste Quelle, auf die die Ermittler sich stützen können.

Manning hatte den Kontakt zu Lamo gesucht und sich ihm gegenüber als Whistleblower zu erkennen gegeben. Lamo wiederum gab diese Informationen an die Behörden weiter, weil er in Mannings Informationen eine Gefährdung von Menschenleben gesehen haben will. Die Unterlagen, über die Mannings mit Lamo sprach - es war unter anderem von 260.000 "diplomatic cables" die Rede -, hat Lamo allerdings nicht gesehen und vermutlich ist auch den Ermittlern unklar, um welche Daten es sich konkret handelt.

Sonst wäre es wohl nicht nötig, dass die Computer-Experten des Pentagon nun noch einmal die Rechner überprüfen, zu denen Manning Zugang hatte. Die Forensiker sollen bei der neuerlichen Untersuchung überprüfen, ob Manning als Quelle der Afganistan Logs in Frage kommt. Sollte die Aussage Lamos wirklich der einzige Beweis der Militärankläger sein, dann wird es ohne Mannings Geständnis vermutlich nicht einfach, ein gewollt hartes Urteil gegen den Beklagten durchzusetzen.

Um den Soldaten vor einem Schauprozess und einer exemplarischen Verurteilung zu schützen, hat Wikileaks wohl auch schon Gelder bereitgestellt, das die vom Militär gestellte Verteidigung für die Hinzuziehung einer zivilen Rechtsberatung nutzen könnte. Doch bisher haben die Militäranwälte das nicht für nötig gehalten. Vielleicht auch, weil sie in der Annahme dieses Geldes aus der Hand von "Verrätern" ein weiteres rechtliches Problem sehen.

 

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