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Kurz notiert
Weniger klebrig

Forschungsergebnisse von AMD haben gezeigt, dass Notebook-Käufer es hassen, wenn ihre neu erworbenen Windows-Geräte mit Intel-Prozessor mit Aufklebern signalisieren, was bereits bekannt ist: Dass sie mit Windows betrieben werden und über einen Intel-Chip verfügen. Die Aufkleber sind noch dazu verhasst, weil sie mit dem widerstandsfähigsten Kleber der Weltraumforschung aufgepappt werden, der nach Entfernung des redundanten Werbeunrats seine adhäsive Wirkung an den Härchen des Besitzers unter Beweis stellt. AMD reagiert auf diese Ergebnisse und will ab nächstem Jahr nur noch Aufkleber verwenden, die sich samt Kleber leicht ablösen lassen.

 

 
Billige Nummer

Gawker.com, auch verantwortlich für das Gadget-Magazin Gizmodo, hat unter wikileakileaks.org ein Wikileaks für Wikileaks-Geheimnisse gestartet. In der Hauptsache handelt es sich um Zeitungsartikel und Gawker-Artikel über Wikileaks und Julian Assange. Unnötig zu sagen, dass der "Polizeibericht über die sexuelle Belästigung", die Assange fälschlich vorgeworfen wurde, auch wieder aufgewärmt wird. Und zwar in Form einer von Gawker gekürzten Fassung eines Berichts der britischen Daily Mail. Dieser Bericht enthält allerdings nur intime, aber keine strafrechtlich relevanten Details.

 

 

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Bing genügt nicht unseren Bedürfnissen PDF  | Drucken |
Mittwoch, 28.07.2010
Die gestern vom Wall Street Journal gerüchteweise bekannt gemachte Kooperation zwischen Yahoo Japan und Google scheint tatsächlich von beiden Seiten angestrebt zu werden. Auch wenn es weiterhin mehr als wahrscheinlich ist, dass diese Kooperation bei den japanischen Kartellwächtern auf Widerstand stoßen wird.

Das jedenfalls erwartet nicht nur das Wall Street Journal, sondern auch der Konkurrent beziehungsweise Partner Microsoft. Für Dave Heiner, den stellvertretenden Chef-Justitiar des Unternehmens, steht fest, dass die Kooperation zwischen Yahoo Japan und Google eine noch klarere Beeinträchtigung des Wettbewerbs mit sich bringt, als die von den US-Behörden untersagte Kooperation zwischen Google und Yahoo in den USA.

Wobei Heiner davon spricht, dass Google nach eigenen Angaben schon die Zustimmung der japanischen Handelsaufsicht erhalten haben will. Und Heiner möchte gerne sehen, ob Google in diesem Punkt die Wahrheit gesprochen hat. Leider gibt er dafür aber keine Quelle an und bei Google ist kein Hinweis auf eine solche Behauptung zu finden.

Womit aber weiter die Frage offen bleibt, wieso Yahoo Japan mit Google eine vermutlich aussichtslose Vereinbarung trifft. Von Seiten Googles muss man nicht lange nach Motiven suchen. Der Suchmaschine dürfte jede Möglichkeit gelegen kommen, die gerade anlaufende Kooperation zwischen Yahoo USA und Microsoft Bing aus dem Gleichgewicht zu bringen. Erst recht, wenn eine solche Gelegenheit keine Kosten verursacht.

Bei Yahoo Japan ist es dagegen schwieriger, die Frage nach dem Motiv zu beantworten. Vorausgesetzt, dass auch Yahoo Japan einen Einspruch der Handelsaufsicht erwartet, könnte man dem Unternehmen, beziehungsweise dem kontrollierenden Mehrheitseigner Softbank (39%) ein Motiv unterstellen. Den Investoren könnte daran gelegen sein, dass Yahoo USA seinen eigenen Anteil an Yahoo Japan (35%) verkauft.

Um das zu erreichen, wäre ein Auseinanderdividieren beider Unternehmen sehr hilfreich. In diesem Sinne wäre dann auch die Aussage des Geschäftsführers von Yahoo Japan, Masahiro Inoue, verständlicher, der die Entscheidung für Google damit begründete, dass Microsoft Bing "nicht stark genug für unsere Bedürfnisse" ist. Derartige Äußerungen sind nicht geeignet, ein gutes Verhältnis zu Microsoft zu pflegen.

Nachtrag: Auch die Pressestelle Googles kann auf Nachfrage keinen Hinweis auf die von Heiner erwähnte Behauptung Googles liefern. In dem Posting von Google-Japan, in dem die Zusammenarbeit angekündigt wird, ist kein Hinweis auf eine Stellungnahme der japanischen Handelsaufsicht zu finden. Allerdings gibt Google darin an, dass die Kooperation nur die Nutzung der Suchfunktion und der Dienste beinhaltet. Die Anzeigengeschäfte beider Partner laufen weiterhin getrennt. Das könnte die Bedenken der Kartellhüter zumindest mindern, da dadurch Preisabsprachen weniger wahrscheinlich sind.

 

 

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