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Kurz notiert
Spitzenlast

Der kanadische Teenager-Schwarm Justin Bieber stellt nicht nur für viele Erwachsene eine Last dar. Auch Twitter, das Sprachrohr des Mode-Heulers, kann ein Lied davon singen. Ein Twitter-Mitarbeiter hat sich in einem Tweet die Aussage entlocken lassen, dass mindestens 3% des Twitter-Traffic permanent auf die Kappe Biebers gehen, "wir haben Racks von Servern nur für ihn". Auch für andere Twitter-Stars sind demnach dedizierte Server vorgesehen. Das eröffnet immerhin in der Theorie die Möglichkeit, Bieber und Co. ohne Schaden für das Ganze chirurgisch zu extrahieren.

 

 
Google-Irrwisch

Bei der PCWorld denkt man laut darüber nach, was hinter Googles heutigen Doodle steckt. Möglichkeit Nr.1 Man will Googles Geburtstag (7. September 1998) feiern. Möglichkeit Nr. 2 Es geht um eine Demonstration, was man mit HTML 5 und JavaScript alles anstellen kann. Möglichkeit Nr. 3. Vielleicht hat es auch etwas mit dem 15-jährigen Jubiläum des JavaScript-Vorgängers LiveScript zu tun. Was auch immer der Hintergrund dieses Doodles war, hoffentlich wiederholt sich das Experiment nicht. Für einige jedenfalls wurde Bing heute erstmals zur ernsthaften Alternative zu Google.

 

 

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Schnüffel-Software unter Android? PDF  | Drucken |
Freitag, 30.07.2010
Das Sicherheitsunternehmen Lookout hat auf der Black Hat Konferenz erste Ergebnisse seiner Analyse mobiler Anwendungen ("App Genome Project") vorgestellt und dabei der Sensationspresse Futter gegeben. Mehrere Wallpaper-Anwendungen für Android, die das Unternehmen untersucht hat, "benehmen sich suspekt" und sammeln laut Lookout nicht benötigte Daten. Woraus sich Berichte ergaben, dass diese Anwendungen SMS-Botschaften, die Browser History und Passwörter sammeln, um sie auf einen chinesischen Server zu verfrachten.L

Inzwischen hat Lookout ein klärendes Posting veröffentlicht, wonach von einigen Anwendungen unter anderem die Telefonnummer des Geräts, die Subscriber ID (interne Teilnehmerkennung) sowie die im Gerät gespeicherte Voicemail-Nummer gesammelt wurde. Diese Daten wurden wiederum von einigen Wallpaper-Anwendungen auf einen Server (imnet.us) transferiert, dessen Domain von einer Person in China registriert wurde.

Dennoch legt Lookout Wert auf die Feststellung, dass dieses Vorgehen zwar verdächtig ist, es aber keinen Hinweis auf kriminelle Absichten gibt. Einige der Anwendungen von “jackeey,wallpaper” und “IceskYsl@1sters!” sammeln keine Daten, andere haben Zugang zu den Daten, transferieren sie aber nicht. Google wurde auf die Vorgänge aufmerksam gemacht und überprüft zur Zeit die Anwendungen und die Entwickler.

Doch schon die Bekanntgabe dieser Daten hat erneut die Diskussion um das Sicherheitskonzept von Googles Betriebssystem entfacht. Kritiker dieses offenen Modells sehen in dem Vorgang die Bestätigung, dass Apples geschlossenes Modell von Vorteil ist, weil dort jede Anwendung für das iPhone geprüft und zugelassen wird. Andere verweisen auf die Software-Prüfung, wie sie bei den Mozilla-Erweiterungen zum Einsatz kommt, wo aber dennoch ein offenes Modell gepflegt wird.

In dem von Lookout beschriebenen Fall muss man jedoch nochmals darauf hinweisen, dass es sich hier nicht um Malware handelt, sondern um einen legitimen Zugang zu den APIs, die Android bereitstellt. Was im Grunde beim iPhone in ähnlicher Form möglich ist. Vor diesem Hintergrund muss man auch auf die weiteren Ergebnisse des App Genome Project hinweisen, bei dem auch iPhone Apps unter die Lupe genommen wurden.

Hierzu liefert Lookout folgende Ergebnisse: 29% der kostenlosen Android-Anwendungen haben die Möglichkeitt, die Lokation des Telefons zu erfassen. Bei den "freien" iPhone Apps sind es 33%. Nur 8% der Android-Anwendungen können Zugang auf die Telefon-Kontaktdaten des Benutzers nehmen, während es bei den iPhone Apps 14% sind. Fast die Hälfte der Android-Anwendungen enthalten "third party code", also typischerweise Code von Werbeanbietern oder Tracking-Unternehmen. Bei den iPhone Apps sind es nur 23%. Was sich vielleicht dadurch erklärt, dass Apple nur die eigene Werbeschleuder (iAds) akzeptiert.

Unterm Strich sind also die Anwendungen aus beiden "Lagern" darauf aus und in der Lage, Nutzerdaten zu sammeln. Es liegt auch beim Anwender, den Zugang zu diesen Daten (bei der Installation) zu gewähren oder zu untersagen. Das Problem ist aber, dass vermutlich viele Benutzer bereit sind, für eine Wallpaper-Software ihre Privatsphäre aufzugeben.

 

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Harald S.  - Outlook oder Lookout   |02.08.10 13:57:40
Das ist hier die Frage. ;-)
Wolfgang  - Merci :)   |02.08.10 14:14:20
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